Kurzstudium

Dieses Kurzstudium führt dich in die Geheimnisse des Evangeliums ein. Um Missverständnisse zu beseitigen und das Christentum in einem neuen Licht zu sehen.
Evangelium heißt „Frohe Botschaft”, aber was ist denn eigentlich das Frohe daran?

Das fragen sich viele. Begnügen wir uns nicht mit theoretischen Antworten, lass es für dich persönlich werden. Das Evangelium kann so froh machen, dass es selbst der schlimmste Miesmacher bemerken würde.

Warum sind dann so wenige froh?

Ist es, weil wir uns zu hohen Anforderungen stellen – oder zulassen, dass sie an uns gestellt werden – aber diesen dann nicht entsprechen können? Als gewissenhafte Menschen wollen wir alles korrekt machen, aber es funktioniert nicht immer. Wir fühlen uns dann schuldig.

Römer 5,18
Es steht also fest: Durch die Sünde eines Menschen sind alle Menschen in Tod und Verderben geraten. Aber durch die Erlösungstat eines Menschen sind alle mit Gott versöhnt und bekommen neues Leben.

Durch die Übertretung eines Menschen kam es dummerweise für alle zur Verdammnis…

Wie kann Gott nur so nachtragend sein? Aber Gott ist offensichtlich ein äußerst geradliniger Charakter, er kann sich selbst nicht untreu werden. Außerdem ist es sowieso unmöglich, Gott aus der Perspektive des Menschen zu beurteilen. Das wäre, wie wenn eine Ameise von sich auf Menschen schließen würde.

Jakobus 2,10
Es hilft dann nichts, wenn ihr alle anderen Gebote Gottes genau einhaltet. Wer nämlich auch nur gegen ein einziges seiner Gebote verstößt, der hat das ganze Gesetz übertreten.

Wer das ganze Gesetz hält, aber in einem versagt, ist das ganze Gesetz schuldig geworden.

Galater 5,3
Ich bezeuge aber noch einmal jedem Menschen, der sich beschneiden lässt, dass er das ganze Gesetz zu tun schuldig ist.

Es wird betont, dass jeder, der sich beschneiden lässt, das ganze Gesetz erfüllen muss. Beschneiden ist ein Beispiel für religiöse Handlungen. Es entspricht einer gesetzlichen Anforderung, die nie ausreichend erfüllt werden kann. Gesetz bringt uns in einen Konflikt. Der Blick auf die Anforderungen macht uns nur noch unfähiger, die Erwartungen zu erfüllen. Es geht uns wie einem Kaninchen vor der Schlange – es erstarrt vor Lähmung und wird gefressen.

Römer 7,8
Die Sünde aber gebrauchte dieses Gebot des Gesetzes, um in mir alle möglichen Leidenschaften zu wecken. Denn ohne das Gesetz ist die Sünde tot.

Wozu ist denn das Gesetz dann eigentlich gut?

Offensichtlich um uns in eine hoffnungslose Situation zu bringen. Es will uns die Ausweglosigkeit unserer eigenen Möglichkeiten zeigen, damit wir kurz innehalten, um Gottes Möglichkeiten für uns zu entdecken. Wenn man nur Teile liest, könnte man zu dem Missverständnis kommen, Gott wäre der böse alte Mann, der nur darauf wartet, zu strafen. Seine Absicht ist aber gerade das Gegenteil. Beachte diese Zusammenfassung daher genau. Wir schaffen es nicht durch unsere Anstrengung – diese Erkenntnis will uns zu dem Angebot führen, das Jesus für uns bereit hat.

Galater 3,11
Durch Gesetz wird niemand vor Gott gerechtfertigt, denn „der Gerechte wird aus Glauben leben”.

Galater 3,24
Also ist das Gesetz unser Antrieb zu Christus hin, damit wir aus Glauben gerechtfertigt würden.

Die Ausweglosigkeit ist nicht gegen uns, sondern will uns auf die richtige Fährte bringen. Wer Gottes Gesetz erfüllen will, befindet sich wie vor einer Leiter mit 10 Mio. Sprossen. Natürlich fühlt sich der besser, der bereits 100.000 erklommen hat, als jener, der nur 1.000 erreichen konnte. Aber die Tatsache ist, beide haben das Ziel bei weitem nicht erreicht. Jesus ist auf unsere Ebene gekommen, um uns durch sich eine erlebbare Chance zur Beziehung mit Gott zu geben. Daher will uns das „unerreichbare“ Gesetz Christus hinführen. Wir müssen über die uns zustehende Rechtslage wissen, sonst werden wir von allen Seiten hereingelegt. Unsere natürliche Neigung tendiert eindeutig zum Gesetz. Das Prinzip von Belohnung und Bestrafung ist uns allzu vertraut.

Galater 3,13
Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist – denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt!“

Römer 5,13
Denn bis zum Gesetz war Sünde in der Welt; Sünde aber wird nicht zugerechnet, wenn kein Gesetz ist.

Psalm 32,2
Glücklich der Mensch, dem Gott die Schuld nicht zurechnet und in dessen Geist kein Trug ist!

Was hat das für eine Auswirkung auf unser Leben?

Werden wir jetzt einfach so darauf lossündigen?

Das kann nicht die Folgerung sein. Wer dieses Geschenk der Gnade ehrlich empfängt, der wird aus Freude und Dankbarkeit nicht mehr sündigen wollen. Nicht weil etwas verboten ist, wird er es nicht tun, sondern weil er es nicht mehr will.

Dieser Tatbestand unterscheidet sich von allen Formen der verschiedenen Religionen – hier verbirgt sich etwas total Einzigartiges!

Es geht um die G.N.A.D.E. – die Ganzheitlich Notwendige Annahme Der Erlösung.

Galater 2,21
… denn wenn Gerechtigkeit durch Gesetz kommen wurde, dann wäre Christus umsonst gestorben.

Galater 2,16
Aber da wir nun wissen, dass der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Jesu Christi, deshalb glauben wir auch an Christus Jesus, damit wir aus dem Glauben Christi gerechtfertigt werden.

Diese Stelle zeigt, dass wir nicht einmal den Glauben aus uns heraus erzeugen müssen. Es geht um den Glauben, den Jesus Christus für dich hat. Durch den Glauben Christi glauben wir „an“ Jesus Christus.

Gnade ist Gottes Möglichkeit, wo wir durch unsere Unmöglichkeit gefangen sind.

Ohne ihn können wir nichts tun, mit ihm aber alles. Dem, der glaubt, ist alles möglich! Wir haben das schon oft gehört, aber wir erleben es nicht entsprechend. Wer dieses Geschenk in seinem vollen Umfang angenommen hat, der ist wirklich frei!
Freiheit ist ein oft missverstandenes Wort. Hier geht es um die Freiheit, nicht mehr sündigen zu müssen. Auch die Freiheit vergeben zu können ist etwas ganz Besonderes. Sogar nicht Recht haben zu müssen ist äußerst beglückend.

Galater 4,5
…damit er die loskaufte, die unter Gesetz waren, damit wir erbberechtigt werden.

Galater 5,1
Für die Freiheit hat Christus uns freigemacht. Steht nun fest und lasst euch nicht wieder durch ein religiöses Konzept belasten!

Jakobus 1,25
Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er kein vergesslicher Hörer (Leser), sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig.

Wer erkannt hat, dass er durch Leistungen bei Gott nichts erreicht, der hat die Freiheit, wirklich Außerordentliches zu tun. Von der Gnade kann man nicht genug bekommen!

Gnade ist offensichtlich die Substanz, die für ein fruchtbares Christenleben wichtig ist.

Hebräer 12,15
… und achtet darauf, an der Gnade Gottes nicht zu kurz zu kommen, dass Sie am Ende nicht verbittern.

Epheser 2,7
…damit er in den kommenden Zeiten den übergroßen Reichtum seiner Gnade in Güte an uns erwiese in Christus Jesus.

2. Petrus 1,2
Gnade und Friede werde euch immer reichlicher zuteil, indem ihr mehr und mehr Gott und Jesu erkennt, wie er wirklich ist!

Die Gnade ist das Geheimnis des Evangeliums. Das ist das überaus Frohe daran, Gott hat etwas für dich getan und nicht du musst etwas für Gott tun, um es zu schaffen. Wer das erlebt, der ist in der Tat ein neuer Mensch, er wird anders denken und handeln, weil Gnade der totale Gegensatz zur uns gewohnten Gesellschaft und Religion ist.

Probiere die Gnade aus!

Nimm davon so viel du kannst, Gott hat genug davon!

Du kannst das in einem schlichten Gebet tun, wie auf dieser Seite vorgeschlagen wird.
Lass den Glauben Jesu Christi in dein Leben und du wirst selber glauben können.
Das wird dein Leben so richtig erfüllen.

Text: Hoffnung für alle, Elberfelder

Lies bitte die angegebenen Stellen im Zusammenhang nach.

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