Sieben Worte Jesu am Kreuz von Charles Haddon Spurgeon
C. H. Spurgeon berichtet über sieben Worte von Jesus Christus, des Sohnes Gottes, am Kreuz von Golgatha.
Anhand der Evangelien in der Bibel schreibt er über: Vergebung, Errettung, Liebe, Angst, Leiden, Sieg und Ergebung
Das 1. Wort: Vergebung
»Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.« Lukas 23,34
Jesus zeigt seine große Liebe, sogar seinen Feinden gegenüber und bittet um Vergebung für sie. Diese Worte zeigen auch das vollständige Opfer, das Jesus am Kreuz gebracht hat. Er ist für jeden Menschen gestorben, auch für seine Feinde. Vergebung ist selbst für diejenigen möglich, die Jesus ans Kreuz gebracht haben. Der Glaube und das Vertrauen in die Erlösungstat Jesu Christi sind der Schlüssel für dieses Geschenk der Gnade.
Das 2. Wort: Errettung
»Der andere Übeltäter sprach: “Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!” und Jesus sprach zu ihm: “Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.”« Lukas 23,24f.
Zwei Verbrecher hängen neben Jesus am Kreuz. Einer von ihnen vertraut Jesus und tut noch in der Todesstunde Buße. Er bittet Jesus in seinem Reich an ihn zu denken. Der Herr Jesus zeigt auch diesem Menschen seine Liebe und Gnade. Am Kreuz hängend erkennt der Verbrecher, dass Jesus seine einzige Chance ist und vertraut dem Herrn.
Das 3. Wort: Liebe
»Es stand aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, des Kleopas Frau, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jünger dabeistehen, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: „Frau, siehe, das ist dein Sohn!” danach spricht er zu seinem Jünger: „Siehe, das ist deine Mutter!” und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.« Johannes 19,25-27
Es war üblich, dass der erstgeborene Sohn sich um die Versorgung seiner Mutter kümmern musste, wenn er selbst es nicht mehr konnte. Und so regelt Jesus – bereits am Kreuz hängend! – die Versorgung seiner Mutter. Er setzt hier den Jünger Johannes ein, von nun an seine Mutter zu versorgen. Selbst am Kreuz hängend ist Jesus noch der gute Hirte, der sich um die Seinen kümmert.
Das 4. Wort: Angst
»Um die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: „Eli, Eli, lama asabthani?” das ist: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?”« Matthäus 27,46
Gott legte alle Schuld der Welt seinem Sohn auf. Jesus wurde für uns zum Fluch. Der allmächtige Gott ist heilig und wendet sich für einen Augenblick von der Sünde, die Jesus trägt, ab. Angesichts dessen spricht Jesus die Worte „Warum hast du mich verlassen?”. Die Schrift erfüllte sich auch hier (Psalm 22).
Das 5. Wort: Leiden
»Danach, da Jesus wußte, daß schon alles vollbracht war, auf daß die Schrift erfüllt würde, spricht er: „Mich dürstet!”« Johannes 19,28
Jesus, ganz Gott und ganz Mensch, dürstet. Durst: das Zeichen wahrer Menschlichkeit unseres Herrn. Wir können uns die Qualen der Kreuzigung nicht vorstellen. Jesus durchlebt sie willig, immer die Erlösung der Menschheit vor Augen.
Das 6. Wort: Sieg
»Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er : „Es ist vollbracht!” und neigte das Haupt und verschied.« Johannes 19,30
In seiner Todesstunde ist Jesu Geist klar – Es ist vollbracht! Es ist in IHM vollendet! Alle Verheissungen und Prophetien – die ganze heilige Schrift – ist in Jesus, dem Messias, restlos erfüllt. Alle Opferung findet ihr Ende. Jesus, das Lamm Gottes – das makellose Opferlamm – hat die Erlösung dieser Menschheit vollbracht. Es war der Wille Gottes und seine Liebe zu uns.
„Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.”
Johannes 3,16.17
Das sind gewaltige Worte. Dies war das einschneidenste Ereignis für diese Welt. Das Wort „vollbracht” bedeutet im griechischen soviel wie „bezahlt”. Jesus Christus, der Sohn Gottes, hat unsere Schuld bezahlt.
Als Jesus rief: „Es ist vollbracht!”, hatte er die Macht Satans, der Sünde und des Todes vollkommen zerstört. Er hatte den Kampf für die Erlösung unserer Seelen aufgenommen gegen alle unsere Feinde.
Jeder, der dieses große Opfer annimmt, erhält völlige Vergebung, denn seine Schuld ist ausgetilgt. Gott hat die unbezahlbare Rechnung für uns beglichen. Danke Herr Jesus Christus!
Das 7. Wort: Ergebung
»Und Jesus rief laut und sprach: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!” und als er das gesagt, verschied er.« Lukas 23,46
„In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott” Psalm 31,6
Manche Ausleger meinen, dieser Ruf sei Jesu letztes Wort am Kreuz gewesen. Wie dem aber auch sei, beide Aussprüche müssen laut C. H. Spurgeon sehr rasch aufeinander gefolgt sein.
Der Herr Jesus Christus zitierte die Schrift, sie erfüllte sich auch hier. Jesus kannte den Vater. Er unterstreicht mit seinen Worten die Vaterschaft Gottes. Er gab seinen Geist auf und legte ihn in die „Hände Gottes”. Der Herr Jesus kam von Gott und ging wieder zu Gott. Gott ließ Jesus nicht im Grab, sondern erweckte ihn von den Toten. „Er ist der Anfang, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem den Vorrang habe” Kolosser 1,18
(Zusammengefasst und kommentiert von G. Reinisch)
→ Link zum gesamten Text von C.H. Spurgeon
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